Ein immer noch ignoriertes Problem bei vielen Affiliate Netzwerken: Cookie Spreading. Und wie verbessert man die Absprungrate seiner Websites.
Cookie Spreading
Mario Fischer, der Autor des Buches Website Boosting 2.0 hat bei Google Knol einen sehr guten und umfangreichen Artikel zum Thema Cookie Spreading veröffentlicht.
Beim Cookie Spreading werden dem Besucher einer Homepage – zum Beispiel über 1*1 Pixel große iFrames – meist mehrere Cookies von verschiedenen großen Onlineshops untergejubelt. Dieses Cookie sollte allerdings eigentlich nur gesetzt werden, wenn der Website-Betreiber auch wirklich einen Kunden aktiv auf die Seite des Webshops vermittelt.
Hierbei verlässt sicher der Cookie Spreader darauf, dass ein bestimmter Teil seiner Besucher sowieso bei Amazon und Co. etwas einkaufen wollte. Kauft nun jemand mit diesem untergeschobenen Cookie etwas, so erhält der Betreiber der Cookie verteilenden Website eine Provision.
Dies ist für den Betreiber des Affiliate-Programmes aber auch für die ehrlichen Affiliates natürlich ärgerlich, da ihnen hierdurch Geld durch die Lappe geht. Dem Webshop, weil er eine Affiliatekommission zahlen muss, obwohl keinerlei Vermittlung stattgefunden hat und der Kunde auch so etwas gekauft hätte. Und dem ehrlichen Affiliates, weil die Cookie-Spreader-Seiten die Cookies der ehrlich vermittelten Kunden überschreiben.
Für jeden Affiliate auf jeden Fall ein lesenswerter Artikel.
Absprungrate (Bounce Rate)
Unter Bounce Rate versteht man die prozentuale Anzahl der Besucher einer Website/Landing Page, welche die Seite direkt wieder verlassen ohne eine Aktion zu tätigen. Auf newofferings.com gibt es einen englischsprachigen Artikel dazu, auf was man auf jeden Fall achten sollte um die Absprungrate so gering wie möglich zu halten. Hier einmal kurz die Punkte im Überblick.
- Ein klarer Call to Action. Dem Besucher der Seite sollte direkt klar sein, um was es auf der Seite geht und was er auf der Website nun machen soll.
- Die Erwartungen der Besucher erfüllen. Besucher, welche über eine Werbeanzeige oder die organische Suche auf eine Seite kommen, haben meist eine ungefähre Vorstellung was sie auf der folgenden Seite sehen werden. Findet er dies nicht, zum Beispiel weil in der Anzeige stand “preiswerte iPhones”, auf der Homepage aber keine preiswerten iPhones angeboten werden, dann ist er weg.
- Eine gut strukturierte und übersichtliche Navigation. Der Besucher sollte auch ohne Kenntnis der Website sehen können wo er sich gerade in etwa befindet (Bread Crumbs). Und über eine gut angeordnete und verständliche Navigation andere Teile der Website einfach ansteuern können.
- Weniger ist mehr. Ein Besucher, welche die Homepage zum ersten mal sieht, sollte nicht in 10 Div-Boxen sämtliche Inhalte einer Website an den Kopf geschmissen bekommen. Findet er sich nicht auf anhieb zurecht, ist es für ihn wahrscheinlich weniger Aufwand, sich eine ordentlich strukturierte Seite zu suchen.
- Ein Bild > 1000 Worte. Gerade wenn eine bestimmte Sache gesucht wird, kann ein entsprechendes Bild den Gast sehr schnell davon überzeugen, dass er hier auf der richtigen Seite gelandet ist.
- Zeitgemäßes Design. Eine Website die aussieht wie aus dem Jahre 1997 erzeugt kein Vertrauen. Zusätzlich sagt sie dem Besucher auch noch, dass sich hier wahrscheinlich keine aktuellen und gepflegten Inhalte finden lassen.
- Ein schneller Seitenaufbau. Eine Seite welche Ewigkeiten – und für Internetnutzer sind 5 Sekunden meist schon eine Ewigkeit – zum Laden einer Seite benötigt, vergrault seine Besucher. Eine Website sollte sich mit ISDN, aber auch auf einem Mobiltelefon schnell aufbauen. Es gibt im Netz verschiedene Tools mit denen man testen kann wie schnell eine Seite lädt und was die größten “Brocken” beim Laden sind. Für Nutzer des Firefox Plugins “Firebug” gibt es ein Addon names “YSlow” mit dem man seine Homepage auch testen kann.
- Testen, testen, testen… Um dem Besucher genau die Website zu bieten, welche er beim klicken auf den Link erwartet, hilft nachdem man die obigen Punkte umgesetzt hat, nur eins. Testen, testen, testen. Und hiermit sind dann A/B- sowie multivariate Tests gemeint. Einfacher Textlink oder Button, falls Button welche Farbe und welche Größe. Anordnung der verschiedenen Elemente der Seite und so weiter.
Eine niedrige Bounce Rate und eine hohe Verweildauer auf der eigenen Website kann auch aus reiner SEO Sicht wichtig sein. So können Suchmaschinen aus den beiden Werten ableiten, wie gute den Besuchern eine Website gefallen hat. Zudem wird eine Website welche gut gefällt, natürlich auch wesentlich öfter freiwillig weiter empfohlen.
Tags: Bounce Rate, Cookie Spreading









